Der grüne Gockel

"Der Grüne Gockel" nennt sich das kirchliche Umweltmanagement, dem sich bundesweit evangelische und katholische Landeskirchen, aber auch immer mehr einzelne Kirchengemeinden angeschlossen haben. So auch wir.

Allgemeine Informationen zum "Grünen Gockel" der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern finden Sie hier.

Offiziell eingeführt wurde die Aktion bei uns mit dem Gemeindefest 2011 zum Thema "Gottes gute Schöpfung - bebauen und bewahren. Die Predigt dazu können Sie hier lesen.

Umweltgerechtes Handeln in unserer Gemeinde (grüner Gockel)

Es ist beklemmend: Die natürlichen Vorräte auf unserem Globus werden aufgebraucht, die Abgabe von CO2 in die Atmosphäre führt zum Klimawandel und wir leben hier auf Kosten von Menschen in anderen Regionen. Wir sollten nachhaltig leben und wirtschaften, das heißt, nicht mehr verbrauchen als wir erzeugen können oder als von selbst nachwächst.

Der Kirchenvorstand hat Anfang Februar 2011 beschlossen, unser Handeln in der Kirchengemeinde auf den Prüfstand zu stellen und sich konsequent um Verbesserungen zu bemühen.

Wir nehmen dazu eine Anregung der Ev. Landeskirchen auf und verwenden die Regeln, welche die EU für Firmen und Organisationen geschaffen hat, die „EMAS-Verordnung“. Bei den Kirchen heißt sie „Grüner Gockel“. Zur Umsetzung wird ein Umweltmanagementsystem eingeführt, das von einem Team getragen wird. Zunächst erfolgt eine Ist-Aufnahme des Verbrauchs an Öl, Gas, Strom, Wasser, etc., sowie der Nutzung von Gebäuden und deren technische Voraussetzungen. Daraus lassen sich erfahrungsgemäß schon erste Verbesserungen herleiten. Weitere Themen sind Müll, Gefahrstoffe, Erhaltung der Artenvielfalt und manches mehr.

Wollen Sie mehr wissen ? … oder möchten Sie vielleicht im Umweltteam mitmachen? Sprechen Sie doch einfach Herrn Pfarrer Thormählen oder den Umweltmanagementbeauftragten an: Hermann Riedl, Tel. (09131) 59920,
E-Mail: Hermann.Riedl-Utt@t-online.

 

Umweltmanagement in unserer Kirchengemeinde

Es gibt viele gute Gründe, in kirchlichen Einrichtungen ein Umweltmanagement einzuführen. Zunächst erwarten wir Kostenvorteile durch Verringerung des Verbrauches an Strom,  Gas und Wasser. Aber gerade als Christen wollen wir mehr: Das Umwelthandeln und damit die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung in kirchliche Strukturen und Arbeitsabläufe verankern.
Für den Aufbau eines Management-Systems haben wir uns eine Art Verfassung gegeben, die „Leitlinien unserer Umweltpolitik“, die in kirchlichen Kreisen häufig als „Schöpfungsleitlinien“ bezeichnet werden. Was wir im Grundsatz wollen, ist nachfolgend beschrieben.

Hermann Riedl

Uttenreuth, 13.07.11

Umweltpolitik der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Uttenreuth (Schöpfungsleitlinien)

„Wir Christen bekennen Gott als den Schöpfer und Ursprung unseres Lebens. Er hat uns die Erde anvertraut (Gen 1,27-28; 2,15). Wir sind für unseren Umgang mit der Schöpfung verantwortlich vor Gott, vor den heutigen Menschen und vor den künftigen Generationen. Deshalb setzen wir uns dafür ein,

Als Kirchengemeinde haben wir Schöpfungsverantwortung

Wir betrachten den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe, die alle Bereiche kirchlichen Handelns berührt. Dabei halten wir die geltenden Umweltschutzbestimmungen ein und verfolgen das Ziel, unsere Umweltleistung nach dem Stand der Wissenschaft kontinuierlich zu verbessern.

Wir achten das Lebensrecht künftiger Generationen und der Menschen in anderen Regionen

Wir berücksichtigen bei unserem Wirtschaften die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme und die beschränkte Verfügbarkeit von Energievorräten und Rohstoffen. Wir suchen Entscheidungen, deren Auswirkungen in allen Regionen der Welt auch künftigen Generationen Raum zum Leben lassen. Wir wollen deshalb mit den Rohstoffen dieser Erde so umgehen, dass unsere Lebensqualität nicht Klimaveränderung, Umweltzerstörung, Ungerechtigkeit und Armut in der Einen Welt fördert.

Wir achten und schützen Pflanzen und Tiere als Mitgeschöpfe

Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Pflanzen und Tieren und ihren Lebensräumen wollen wir bei unserem Wirtschaften schonen und fördern.

Wir wirtschaften dauerhaft umweltgerecht und sozialverträglich

Wir suchen bei allen Vorhaben die Wege, die die Umwelt am wenigsten belasten, und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Das bedeutet:

Wir handeln als lernende Solidargemeinschaft

Wir fördern das Verantwortungsbewusstsein und das aktive Handeln aller Beschäftigten für den Umweltschutz durch Information und Fortbildungsangebote. Damit streben wir eine Organisationskultur an, die maßgeblich auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten aufbaut.

Wir fördern ein kirchliches Umweltmanagement

Als Instrument zur Umsetzung unserer Grundsätze haben wir ein Umweltmanagementsystem (Grüner Gockel / EMAS) eingeführt, das einen kontinuierlichen Prozess zur Optimierung unserer Umweltwirkungen begründet. Wir führen regelmäßig Umweltprüfungen durch, vereinbaren Handlungsprogramme und benennen Verantwortliche, veröffentlichen die Ergebnisse in einer Umwelterklärung und stellen uns damit der öffentlichen Diskussion.
Der Kirchenvorstand der
Evangelisch–Lutherischen Kirchengemeinde Uttenreuth am 13.07.2011“


Der Text zur Umweltpolitik entstammt mit geringen Änderungen der Umwelterklärung 2009 des Kirchenamtes der EKD, S. 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Home

Aktuell

Ehrenamt

Gottesdienste

Mitarbeitende

Leitsätze und Ziele

Regelmäßige
Aktivitäten

Ökumene

"Grüner Gockel"

Gebäude

Kinderhaus

Der Matthäusbote

Forum Spiritualität

Kontakt

Öffnungszeiten

Links

Impressum

 

 

© 2007 - 2017
Evang.-Luth. Gemeinde Uttenreuth mit Dormitz, Marloffstein, Rosenbach und Weiher